Wirbel um Mythos von Antropic: Schwyzer Firma präsentiert Lösung
Anfang April 2026 wurde öffentlich, dass der KI‑Agent Mythos in der Lage ist, sich in Online‑Konten einzuloggen, ohne Passwörter oder 2FA‑Codes zu kennen. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA bezeichnete dies gegenüber Bloomberg am 24. April als unmittelbares systemisches Risiko für den Bankensektor. Internationale Regulierungsbehörden in den USA, Grossbritannien, Kanada und Europa reagierten mit Krisensitzungen, wie auch finews.ch berichtete.
Laut eigenen Angaben hat die QPQ IaaS AG aus Einsiedeln, spezialisiert auf Blockchain‑Infrastruktursoftware, bereits seit Oktober 2024 eine Lösung im Einsatz, die genau jene Schwachstelle adressiert, die Mythos ausnutzt: die Speicherung von Authentifizierungsgeheimnissen auf internetverbundenen Systemen. Die firmeneigene Architektur GRIDS (Gajumaru Remote Instruction Dispatch and Serialisation) verlagert den Signaturschlüssel vollständig auf ein hardwaregesichertes Gerät des Nutzers und verlangt für jede Aktion eine explizite, menschenlesbare Bestätigung.
Kein Code zum Abfangen
Damit existiere kein Passwort, das gestohlen werden könnte, kein Code, der abgefangen werden kann, und keine wiederverwendbaren Anmeldedaten, die Angreifer missbrauchen könnten. «GRIDS eliminiert damit effektiv Phishing, Credential‑Theft und sämtliche darauf basierenden Angriffsvektoren. GRIDS als Architektur steht interessierten Unternehmen kostenlos zur Verfügung», heisst es in einer Mitteilung.
«Wir stehen an einem Wendepunkt der digitalen Sicherheit. Mythos hat gezeigt, dass die Welt auf einem Fundament vertraut, das längst brüchig geworden ist. Nun zeigen wir, dass es möglich ist, Sicherheit wieder in die Hände der Menschen zu legen – weg von Passwörtern, hin zu echter Kontrolle. Für uns ist das nicht nur Technologie, sondern Verantwortung», sagt Gregory Chew, CEO der QPQ IaaS AG.
Die Firma mit Sitz in Einsiedeln gehört zu 100 Prozent der QPQ AG in Zug. Diese ist unter anderem Partnerin der Liechtenstein Trust Integrity Network (LTIN), und trägt zum Bau der Nationalen Blockchain für das Fürstentum Liechtenstein (www.ltin.li) bei.












